Wofür wollen wir uns in nächster Zeit einsetzen?
- Wir sind der Meinung, dass die politischen Strukturen im Berner Oberland zu kleinräumig und zu kompliziert sind. Grössere Einheiten erreichen mehr und sind stärkere Verhandlungspartner bei Bund und Kanton. Gemeindefusionen sollen nicht aus einer Not heraus gemacht werden müssen, sondern um Stärken gemeinsam besser zu nutzen. Wir setzen uns ein für ein autonomes und starkes Berner Oberland.
- Die Verkehrswege ins Berner Oberland sind heute zwar auf einem guten Stand, aber es hat Lücken, wo Investitionen dringend notwendig sind. Es ist eine ständige Aufgabe, die bestehenden Infrastrukturen und Angebote zu erhalten. Die Entwicklungen im 2012, wo der Kanton Bern den Halbstundentakt im Kandertal abgebaut hat und der Winterdienst in grossen Teilen des Berner Oberlandes reduzieren wollte, sind nicht in unserem Sinn und müssen vehement bekämpft werden.
- Der Erhalt unserer grandiosen und intakten Landschaft ist uns ein zentrales Anliegen. Die Schönheit und Vielfältigkeit des Lebensraums Berner Oberland ist unser Kapital und wichtigste Grundlage des Tourismus. Mit einer koordinierten Raumplanung soll eine gezielte Standortentwicklung ermöglicht werden. Ganz aktuell und konkret können wir dies bei der Abstimmung vom 3. März 2013 beweisen, indem wir dem revidierten Raumplanungsgesetz zustimmen.
- Bildung ist ein zentraler Wert unserer Gesellschaft. Unser Zukunftspotenzial liegt in gutausgebildeten Arbeitskräften und höchstqualifizierten Spezialistinnen und Spezialisten. Wir stehen für eine Bildungspolitik, die Kinder, Jugendliche und Erwachsene fördert und fordert. Diese Haltung können wir aktuell bei der Abstimmung vom 3. März 2013 unter Beweis stellen, indem wir der neuen Familienpolitik zustimmen. Das Potential der zunehmend gut ausgebildeten Frauen darf nicht brach liegen.
Kreisparteitag in Spiez
Am Kreisparteitag haben uns die Referenten David Wetter, ASTRA, Markus Wyss,
Kreisoberingenieur, und Christian Aebi, Amt f. öffentlichen Verkehr, über die aktuelle Situation und
über die Zukunft der Erschliessungen auf Strasse und Schiene im Berner Oberland orientiert. Der
Anlass fand im Hotel Belvédère statt und wir hatten anschliessend die Gelegenheit, das neu
renovierte Hotel zu besichtigen. Der Besitzer Peter Hauenstein und der Direktor Markus Schneider
führten unsere Gruppe exklusiv durch die Hotelanlage und erzählten viel Interessantes aus der
Bauzeit und dem Betrieb.
Aus dem Vorstand
Neben den ordentlichen Geschäften beschäftigt sich der Vorstand immer wieder mit den aktuellen
Abstimmungen. Im 2012 waren das insbesondere die Abstimmung zur Pauschalbesteuerung, wo
wir uns von der direkt betroffenen Gemeinde Saanen orientieren liessen. Auch die Abstimmung
über die Initiative „Bernerneuerbar", wo Peter Flück die eingeladenen Sektionen orientiert hat, hat
uns auf Trab gehalten. Weiter sind die beiden Kandidaten für das Kantonalpräsidium der FDP zu
einem Hearing eingeladen worden. In die neu konstituierte Geschäftsleitung der FDP Kanton Bern
ist unser Vorstandsmitglied Bernhard Schüpbach berufen worden.
Mit grosser Motivation sind wir in die Vorbereitungen zur Wahl eines Regierungsstatthalters im
Verwaltungskreis Interlaken/Oberhasli eingestiegen. Dies nicht zuletzt auch deshalb, da sich
namhafte und bestens qualifizierte Personen aus unserer Partei für diesen Posten interessiert
haben. Zur Enttäuschung uns aller mussten diese nach reiflicher Überlegung aus beruflichen
Gründen auf eine Kandidatur verzichten. Franz Stämpfli erklärte seinen Verzicht an der
Parteiversammlung vom Dezember 2012 in Interlaken. Die Versammlung hat daraufhin dem
Vorstand den Auftrag erteilt, weiter nach Kandidaten zu suchen und der Vorstand wird die
Parteiversammlung am 6. März 2013 darüber orientieren können.
Sektionen
Meine Mission mit den Besuchen in den Sektionen des Berner Oberlandes konnte ich auch im
2012 weiterführen. Unsere Sektionen beschäftigen sich in erster Linie mit kommunalen Themen
und mit den Gemeindewahlen. In einigen Gemeinden haben im letzten Jahr Wahlen stattgefunden
und unsere Kandidatinnen und Kandidaten haben durchwegs sehr gut abgeschnitten. Als Beispiel
von vielen möchte ich hier die Wahl von Marianna Lehmann zur Gemeindepräsidentin und
Gemeinderatspräsidentin von Wilderswil erwähnen. Sie konnte sich deutlich gegen einen
ausgewiesenen SVP-Mann durchsetzen. Diesem Bild von starken und oftmals mit Bestresultaten
gewählten Persönlichkeiten auf kommunaler Ebene begegne ich immer wieder. Es ist eine grosse
Motivation mit diesen Personen zusammen zu arbeiten und ich hoffe sehr, sie für weitere
Kandidaturen gewinnen zu können.
Eine grosse Enttäuschung erlebten wir mit der doch unerwarteten Auflösung der Sektion Aeschi.
Die 26 Mitglieder müssen sich nun neu orientieren, sei das als Mitglied einer Nachbar-Sektion oder
als Direktmitglied in der Kreispartei Berner Oberland. Nicht ganz unerwartet haben sich einige von
ihnen zum Austritt aus unserer Partei entschieden.
Danke
Für die grosse Unterstützung durch den Vorstand und durch meine Vize-Präsidentin Annelies
Zimmermann danke ich herzlichst. Danken möchte ich insbesondere auch unserer Grossrätin
Corinne Schmidhauser und unseren beiden Grossräten Peter Flück und Hans-Joerg Pfister für
ihren Einsatz zu Gunsten unserer Partei und zum Wohlergehen des ganzen Berner Oberlandes.
Die Präsidentin der FDP Berner Oberland
Therese Klossner, Reichenbach