Jahresbericht 2014

Kurz nach unserer letzten Parteiversammlung im Frühjahr fanden die Grossratswahlen im Kanton Bern statt. Angetreten sind wir mit zwei überzeugenden Listen und dürfen mit dem Resultat zufrieden sein. Die beiden bisherigen Grossräte Peter Flück und Hans-Jörg Pfister sind wiedergewählt worden und können nun ihre ausgezeichnete Arbeit im Grossen Rat weiterführen. Auch wiedergewählt worden ist Corinne Schmidhauser auf der Liste Bern-Mittelland-Nord. Als Partnerin von Peter Flück wohnt sie nun schon seit einiger Zeit in Unterseen und wir zählen sie somit zu uns Oberländern. Der Wähleranteil von 5.4% im Oberland West und 5.8% im Oberland Ost (gesamthaft 11.2%) konnte gegenüber den letzten Wahlen im 2010 leicht gesteigert werden. In den Wahlkreisen des Kantons Bern liegen wir mit diesem Wähleranteil auf dem dritten Rang aller FDP-Listen. Besser abgeschnitten haben einzig die FDP-Listen im Wahlkreis Oberaargau (12.6%) und Mittelland-Nord (13.5%). Wie wichtig es ist, aus jeder Region und jeder Gemeinde Kandidaturen zu haben, zeigte sich überaus deutlich in der Gemeinde Grindelwald. Im 2010 hatten wir dort keine Kandidatur und erreichten einen Wähleranteil von 8.3%. Im 2014 ist der Gemeindepräsident Emanuel Schläppi angetreten und der Wähleranteil ist auf 22.4% gestiegen.

Die Grossratswahlen 2014 verzeichneten einige, in diesem Umfang nicht erwartete, Überraschungen. Die BDP ist schwer eingebrochen und amtierende Grossräte auch aus unserem Wahlkreis sind abgewählt worden. Dass wir es unter diesen Umständen und trotz äusserst kompetenter und namhafter Kandidatinnen und Kandidaten nicht geschafft haben einen dritten Sitz zu gewinnen, enttäuscht mich persönlich am Meisten. Unsere Wähleranteile liegen generell noch zu tief und ich darf nicht daran denken, was passiert wäre, wenn wir nicht mit diesen beiden Top-Listen hätten antreten können. Wie ich oben am Beispiel Grindelwald aufgezeigt habe, fällt der Wähleranteil in Gemeinden ohne lokale und prominente Kandidatinnen und Kandidaten markant zusammen. Liegt das am Image der FDP in der Schweiz generell? Unsere grosse Aufgabe ist es, nicht nur mit inszenierten Imagekampagnen, sondern auch mit unseren gewählten Politikerinnen und Politikern auf nationaler und kantonaler Ebene eine Verbesserung zu erreichen!

 

Allen Kandidatinnen und Kandidaten, die sich für das FDP-Team und für die Wiederwahl von Peter und Hans-Jürg zur Verfügung gestellt haben, gehört ein ganz grosses Dankeschön. Es sind dies: Oberland West (Reihenfolge der Stimmen) Hansjörg Pfister, Hans Schär, Bernhard Schüpbach, Christian Gafner, Beat Schranz, Hansueli Mürner, Kurt Trachsel, Monika Lanz, Philippe Bigler, Rolf Schmutz, René Schopfer, Isabelle Giovanella. Oberland West (Reihenfolge der Stimmen) Peter Flück, Peter Aeschimann, Emanuel Schläppi, Marianna Lehmann, Franz Stämpfli, Philippe Ritschard, Karin Brönnimann, Katrin Nägeli, Peter Wälchli, Andreas Winterberger, Christoph Betschart, Toni Imfeld, Lorenz Müller, Philippe Willi, Robert Ingold, Anna Katharina Ris.

 

Tätigkeitsprogramm
Der diesjährige Kreisparteitag ist von unserem Vorstandsmitglied Nils von Allmen im Grand-Hotel Viktoria-Jungfrau in Interlaken organisiert worden. Dank spannenden Themen und kompetenten Referenten war der Anlass sehr gut besucht. Das anschliessende Apéro ist von der Sektion Interlaken gesponsert worden.

 

Aus dem Vorstand
Mit nur drei Vorstandssitzungen konnten wir unsere Aufgaben im vergangenen Jahr bewältigen und die notwendigen Entscheidungen treffen. Dazu kommen jedoch noch einige Sitzungen bei der Kantonalpartei, sehr viele Mails und noch mehr Telefonate. Unser Wahlkampfleiter Rolf Hänni steckt bereits wieder in den nächsten, für ihn letzten, Wahlvorbereitungen. Im 2015 stehen die National- und Ständeratswahlen vor der Tür. Peter Flück wäre für eine Kandidatur sowohl für den Ständerat als auch für den Nationalrat bereit gewesen. Leider haben die kantonalen Delegierten der jungen, unerfahrenen Claudine Esseiva als Ständeratskandidatin den Vorzug gegeben. Zu meinem grossen Bedauern verzichtet Peter damit auch auf die Kandidatur als Nationalrat.

 

Der Vorstand hat bereits im Mai 2014 ein kleines Wahlteam unter der Leitung von Rolf Hänni bestimmt, welches die Strategie und potentielle Kandidatinnen und Kandidaten festgelegt hat. Angefragt wurden nebst den amtierenden Grossräten, insbesondere Personen aus der Liste der letzten Grossratswahlen. Mit dem amtierenden Gemeindepräsidenten von Grindelwald Emanuel Schläppi konnte einer unserer Wunschkandidaten aus dem Oberland Ost gewonnen werden. Weniger erfolgreich gestaltete sich die Suche nach einer Kandidatur im Oberland West, aus diesem Grund stelle ich mich in meiner Funktion als Kreispräsidentin nochmals als Kandidatin zur Verfügung.

 

Seit der Abwahl von Peter Flück hat das Oberland Ost keinen Nationalrat mehr. Wir hätten uns auf eine gemeinsame Kandidatur unter allen bürgerlichen Parteien im Oberland Ost einstellen können. Die Gespräche blieben aber erfolglos, da kocht doch lieber jeder sein eigenes ‚Süppchen'. Im Vorstand sind frühzeitig die Demissionen der Sekretärin Anja Blunschi, des Kassiers Toni Hayoz und des Wahlkampleiters Rolf Hänni angekündigt worden. Diese bedaure ich persönlich sehr, arbeiteten doch diese Personen äusserst zuverlässig und kompetent. Dass nach vielen Jahren Vorstandsarbeiten wieder andere persönliche Projekte im Vordergrund stehen, ist verständlich und muss akzeptiert werden. Rolf Hänni wird die Nationalratswahlen in diesem Jahr noch leiten, sein Ersatz wird somit erst an der Parteiversammlung im 2016 gewählt werden. Anja Blunschi hat das Amt der Sekretärin im 2012 von Christine Baumann übernommen und wird nun von Luca Grossenbacher abgelöst. Wie Christine Baumann kommt auch er aus der Sektion Adelboden. Seit der Gründung der Kreispartei Berner Oberland im 2004 ist Toni Hayoz Mitglied des Vorstandes und betreute die Finanzen. An seiner Stelle kann nun Tobias Christen aus der Sektion Saanen zur Wahl vorgeschlagen werden. Die beiden neuen (jungen) Vorstandsmitglieder läuten einen Generationenwechsel in der Kreispartei Berner Oberland ein!

 

Sektionen
Nach wie vor haben die Sektionen Schwierigkeiten bei der Neubesetzung von Vakanzen in den Vorständen. Die Sektion Frutigen steht zurzeit ohne Präsidium da, der Vorstand besteht lediglich noch aus drei Mitgliedern, u.a. auch aus unserem Vorstandsmitglied Bernhard Schüpbach. Ich bin zuversichtlich, dass er in der Lage ist die Vakanzen zu füllen und wieder eine aktive Sektion zu bilden. Urs Gurtner als langjähriger Präsident der Sektion Spiez wird das Amt im Frühjahr abgeben und eine Nachfolgerin oder ein Nachfolger konnte noch nicht gefunden werden. Wie Frutigen hat Spiez jedoch zu viele Mitglieder für eine Stilllegung oder gar Auflösung, dies darf daher keine Option sein. Etwas anders beurteile ich die Situation der Sektion Lauterbrunnen, sie ist im 2014 vorübergehend stillgelegt worden. Als Kontaktperson und Verwalter amtet vorübergehend Thomas Widmer. Lauterbrunnen hat nur noch wenige Mitglieder und das Nachwuchs-Potential ist nicht vergleichbar mit Frutigen oder gar Spiez. Erfreulicherweise konnte das Präsidium in der Sektion Adelboden wieder besetzt werden. Dank der Hartnäckigkeit der scheidenden Präsidentin Christine Baumann konnte mit dem Gemeinderat Roger Galli ein würdiger Nachfolger gewonnen werden.

 

Danke
Dem Vorstand und insbesondere dem Wahl-Team mit seinem Leiter Rolf Hänni danke ich für die grosse Unterstützung herzlichst. Danken möchte ich auch unseren beiden Grossräten Peter Flück und Hans-Joerg Pfister für ihren Einsatz zum Wohlergehen des Kantons Bern.

 

Die Präsidentin der FDP Berner Oberland
Therese Klossner, Reichenbach